Was ist Zucker und wofür wird er angewendet?

 

Zucker zählt zur Gruppe der Kohlenhydrate. Gewonnen wird er aus der Zuckerrübe oder dem Zuckerrohr. Dieser umgangssprachliche Kristallzucker, auch sogenannte Saccarose, besteht aus einem Teil Traubenzucker (Glukose) und einem Teil Fruchtzucker (Fruktose).

 

Raffinierter Zucker liefert pro Gramm 4 Kalorien, enthält weder Vitamine noch Mineralstoffe und ist somit ein leerer Kalorienträger.


Welche Zuckerformen und Zuckersorten gibt es?

 

Es gibt viele unterschiedliche Zuckerarten, mit verschiedenen Fachbegriffen, die man als Laie schlecht zuordnen kann.

 

Die Wortendung "-ose" deutet auf Zucker hin (z.B. Fruktose, Glukose, Saccharose).

Die Wortendung "-sirup" deutet auf Zucker hin (z.B. Glukosesirup).

Die Wortendung "-zucker" deutet auf Zucker hin (z.B. Hagelzucker, Gelierzucker, Kandiszucker, Puderzucker)

 

Weitere Zuckerquellen:

Agavendicksaft, Honig, Dextrine, Dicksaft, Fruchtsaftextrakte, Fruchtsaftkonzentrate, Gerstenmalz, Inulin, Jogurtpulver, Maltose, Milchpulver, Molkeerzeugnisse, Raffinade, Invertzucker, Rohrzucker, usw.


Wie nehmen wir Zucker mit der Nahrung auf?

 

Egal ob herzhaft oder süß, Zucker versteckt sich in fast allen Lebensmitteln, die wir im Supermarkt kaufen können. In Süßigkeiten, Eiscreme, Müsli, Kuchen, Keksen, Joghurt, Ketchup, Brötchen, Limonade, Wurstaufschnitt und vor allem in Fertigprodukten.

Die Lebensmittelindustrie packt reichlich "Süßes" in produzierte Nahrung, um Verbraucher regelrecht abhängig zu machen. Denn Zucker ist nicht nur ein Geschmacksträger, sondern auch ein Suchtmittel, das uns zum wiederholten Kauf der Produkte animiert.

 

INFO: Im Durchschnitt nimmt jeder Bürger in Deutschland täglich etwa 35 Stück Würfelzucker zu sich und das meistens unbewusst. Das entspricht einem jährlichen Zuckerkonsum von knapp 40kg pro Person.


Wieviel Zucker ist noch gut für uns?

 

Um das Risiko von zum Beispiel Übergewicht, Fettsucht, Diabetes und Karies zu reduzieren, empfiehlt die WHO (Weltgesundheitsorganisation) nicht mehr als 6 Teelöffel (25 Gramm) in Form von verstecktem Zucker zu konsumieren.

 

Auszuklammern ist hingegen der natürliche Zuckergehalt in Obst, Gemüse und Milch, da es laut WHO einen Hinweis darauf gibt, dass dieser gesundheitsschädlich ist.


Welche Auswirkungen hat ein hoher Zuckerkonsum?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Kristallzucker bringt sämtliche Abläufe in unserem Organismus durcheinander und das mit gesundheitlichen Folgen:

 

Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Übersäuerung, Magen-Darmprobleme, Haarausfall, Hautkrankheiten, Pilzbefall, Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen, Diabetes, Alzheimer, Adipositas, Krebs, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Zahnbeschwerden/Karies, Vitamin-u. Mineralstoffmangel, Osteoporose, Heißhunger


Gibt es Alternativen zu Zucker?

 

Neben natürlichen Zuckerquellen, wie reifem Obst, Trockenfrüchten und Gemüse, gibt es andere Alternativen um das Verlangen nach etwas Süßem zu stillen. Dazu zählen zum Beispiel die bekannten Zuckeralkohole Erythrit und Xylit.

 

Erythrit kommt in der Natur in Birnen, Wassermelonen, Weintrauben und Pilzen vor. Es hat etwa 70% der Süßkraft von Zucker und eignet sich wie Xylit zum Backen und Kochen. Es ist kalorienarm und hat keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel, was es ideal für Diabetiker macht.

 

Xylit kommt in Pflanzen vor und wird auch vom Menschen innerhalb des Zuckerstoffwechsels gebildet. Es hat die gleiche Süßkraft wie Zucker und sein Abbau erfolgt wie beim Erythrit insulinunabhängig. Geschmacklich ist es wie Traubenzucker.


Gibt es Wege aus der Zuckersucht?

 

Worauf es im Wesentlichen ankommt, ist bei den Essgewohnheiten umzulernen. Wertvolle Fette, natürlich vorkommender Zucker, langkettige Kohlenhydrate (Vollkornprodukte, Kartoffeln,...) und proteinhaltige Nahrung verhelfen dem entgleisten Zuckerstoffwechsel wieder zur Normalisierung. Schaffen Sie den Weg aus der Zuckersucht, werden Sie mit mehr Lebensqualität und Gesundheit von Ihrem Körper belohnt.


Wie ist Zucker aufzubewahren?

 

Bei trockener Lagerung, hat Zucker kein Verfallsdatum.

 

Merke: Durch die keimtötende Wirkung wird Zucker auch als Konservierungsmittel eingesetzt. Marmelade ist ein gutes Beispiel, der Zucker wird hier nicht nur zum Süßen, sondern auch zum Konservieren eingesetzt.

 

"Für Kinder sollte Zucker unzugänglich aufbewahrt werden! "